Tipps

Wir haben unser Sortiment mit aller Sorgfalt erstellt, um Ihnen die Möglichkeit zu geben, auch von außerhalb Belgiens und der anderen angebotenen Länder oder Regionen mehr als einen kurzen Augenschein auf die herausragende Bierlandschaft zu werfen.
Natürlich können wir Ihnen den Besuch in einem authentischen Biercafé nicht ersetzen, da die Atmosphäre und die Stimmung nun einmal nicht in Flaschen abgefüllt mit nach Hause genommen werden kann.

Dennoch schmecken diese außergewöhnlichen und individuellen Biere schließlich auch daheim quasi genauso gut, wobei man bei der angebotenen Vielfalt die richtige Wahl für den gegebenen Anlass treffen muss, ähnlich wie beim Wein.

Ob nun zu einem delikaten Essen, im Sommer als Labsal für den Gaumen oder in der kälteren Jahreszeit vor dem Kamin. 
Ein frisches Witbier oder ein spritziges Hefeweizen zu den Meeresfrüchten als Vorspeise, ein Duchesse de Bourgogne zum Rehrücken und als spektakuläres Finale ein gut gelagertes Ellezelloise Hercule Stout zum Mousse au Chocolat.

Natürlich gibt es unendlich viele weitere exzellente Kombinationen. Die Biervielfalt bietet für jeden etwas. Außerdem lassen sich eine Vielzahl von Gerichten bestens mit feinen Bierspezialitäten verfeinern, wie z.B. Muscheln, Fisch, Fleischgerichte, Suppen und auch Desserts.
Gerade Belgien als Feinschmeckernation hebt sich bei den sogenannten "Food pairings" von anderen Ländern ab. Im Internet findet sich eine Vielzahl von erwähnenswerten Kompositionen, häufig sogar mit Rezept (siehe z.B. www.3fonteinen.be in der Kategorie "Recepten")

Zu beachten sind noch folgende Punkte:

1. Lagerung:

Das Bier sollte kühl, dunkel, nicht zu feucht und bei konstanter Temperatur gelagert werden, um die besten Bedingungen zum Reifen zu erhalten. Flaschen mit Kronkorken verschlossen sollten grundsätzlich stehend gelagert werden, Flaschen mit einem Korken sollten dagegen nach Möglichkeit in liegender Position aufbewahrt werden.
Die meisten Flaschen sollten mindestens eine Woche ruhen bevor sie serviert werden, damit die Hefe zum Boden absinken kann.
Durch lange korrekte Lagerung werden viele belgische Biere sogar noch besser, vor allem diejenigen, die einen hohen Alkoholgehalt besitzen und bei denen der Hopfen nicht zu prägnant ist, da die Aromen der meisten Hopfensorten nach langer Reifung verfliegen.

 

2. Trinktemperatur:

Die richtige Trinktemperatur zu dem ausgewählten Bier ist noch entscheidend. Eine Faustregel: Leichtere (5-5,5% alc.) Biere können gerne etwas kühler serviert werden (5-6°C), wobei schwerere Biere umso wärmer kredenzt werden sollten.
Für ein schweres Trappistenbier eignet sich zum Beispiel eine Temperatur von 10-12°C oder sogar noch wärmer, um auch sämtliche Facetten des Geschmacks wahrnehmen zu können und auszukosten.


3. Gläserwahl:

Gerade in Belgien hat eigentlich jedes Bier sein eigenes Glas, wobei es für uns entscheidend ist, dass man die richtige Art von Glas zum Bier wählt, sprich: Trappistenkelch für das Trappistenbier, Geuze-Glas für spontanvergorene Biere usw.
Es gibt aber auch einige Glasformen, die sich für sehr viele Bierstile eignen.


4. Einschenken & Genießen:

Nun muss das Bier vorsichtig eingegossen werden, sodass der vorher beim ruhigen Transportieren nicht aufgewirbelte Bodensatz auch gar in der Flasche bleibt.
Dazu sollte man die Flasche möglichst weit unten anheben und dem ausgewählten Glas zu einem stumpfen Winkel zuführen. Dadurch hat man den Inhalt der Flasche im Auge, um gleichmäßiger einzuschenken, möglichem Gushing (starke bis enorme Schaumentwicklung) entgegenzuwirken und den Bodensatz, meistens der letzte Zentimeter der Flasche, nicht einzuschenken.
Dafür sollte man natürlich auch möglichst vorsichtig eingießen, was mit etwas Übung auch kein Problem darstellen dürfte. So kann man dem Bier auch eine schöne Schaumkrone verpassen, die jedoch nicht überwiegen sollte.
Die Rückstände in der Flasche können natürlich auch problemlos mitgetrunken werden, wobei diese doch deutlich bitterer und würziger schmecken und wir dazu raten, diese separat zu trinken. Bei richtiger Bewirtung sollte man darauf besonders achten.
Dass das Glas sauber und ohne Fettrückstände sein muss, sollte eine Selbstverständlichkeit sein.

 


 


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